Samstag, 17. Juli 2010

Um die ihm anvertrauten Schafe von den vergifteten Weiden abzuwehren...

schrieb Papst Pius XI. seine Enzyklika „Casti connubii“ vom 31. Dezember 1930 zu der reinen Ehe Hoheit und Würde. Er bestätigt darin u.a., dass die wahre Braut Christi, die römisch-katholische Kirche, den Gebrauch von Verhütungsmitteln immer abgelehnt hat. Unzählbaren Menschen leuchtete hiermit die wahre Kirche über dem oft beschwerlichen Weg im Ehe- und Familienleben. Die anderen Weltreligionen sowie die Orthodoxie und der Protestantismus verwirrten hingegen Ihre Schäflein nur. Das scheint jetzt auch in der katholischen Kirche Norm zu werden.

In den Bischöfen setzt sich nach katholischem Glauben die Lehr- und Leitungsvollmacht Jesu Christi fort. Aus gegebenem Anlass (s. Beitrag des österreichischen 'Familienbischofs', S.E. Bischof Küng, für die katholische Zeitung "Die Tagespost" von Samstag, 17. Juli 2010) darf hier aber gefragt werden, ob ein Bischof nun öffentlich fordern sollte, dass die Kiche ihre ablehnende Haltung zur Kondomfrage 'gelassener und ausgewogener' beurteilen sollte. Auf welche Weiden werden wir hier in einer vom Sex besessenen Zeit abgeführt, wenn sich ein Bischof in einer katholischen Zeitung vorstellt, dass es „erlaubt oder sogar geboten sein kann, zum relativ besseren, jedoch nicht absoluten Schutz des anderen ein Kondom zu verwenden?" Abgesehen davon, dass der behauptete Schutz vor Ansteckung gar nicht zuverlässig ist, nimmt man mit Erstaunen ein neues 11. Gebot zur Kenntnis, 'Du sollst dem anderen gestatten, was dem göttlichen Recht und Gesetz zuwiderläuft'. Was wird uns fortan über die bislang ehrbare Enthaltsamkeit gelehrt, die mit beiderseitigem Einverständnis auch in der Ehe erlaubt ist? Gilt sie vielleicht als nicht mehr vertretbar?

Papst Paul VI. lehrt in seiner Eheenzyklika HUMANAE VITAE „Von der Weitergabe des menschlichen Lebens" vom 25. Juli 1968 unter Nr. 14: „Wenn es auch zuweilen erlaubt ist, das kleinere sittliche Übel zu dulden, um ein größeres zu verhindern oder um etwas sittlich Höherwertiges zu fördern (17), so ist es dennoch niemals erlaubt – auch aus noch so ernsten Gründen nicht –, Böses zu tun um eines guten Zweckes willen (vgl. Röm 3,8): das heißt etwas zu wollen, was seiner Natur nach die sittliche Ordnung verletzt und deshalb als des Menschen unwürdig gelten muss; das gilt auch, wenn dies mit der Absicht geschieht, das Wohl des einzelnen, der Familie oder der menschlichen Gesellschaft zu schützen oder zu fördern."

Doch wie sagt schon Nr. 18 in HUMANAE VITAE: „Es ist vorauszusehen, dass vielleicht nicht alle diese überkommene Lehre ohne weiteres annehmen werden; es werden sich, verstärkt durch die modernen Kommunikationsmittel, zu viele Gegenstimmen gegen das Wort der Kirche erheben. Die Kirche aber, die es nicht überrascht, dass sie ebenso wie ihr göttlicher Stifter gesetzt ist "zum Zeichen, dem widersprochen wird (22)", steht dennoch zu ihrem Auftrag, das gesamte Sittengesetz, das natürliche und evangelische, demütig, aber auch fest zu verkünden."



 

Mittwoch, 7. Juli 2010

Summorum Pontificum - drei Jahre Grund zur Zuversicht

Die Gesetzesverkündigung des deutschen Papstes zur Rückbindung an die Tradition wird heute drei Jahre alt. Die "Sternstunde der katholischen Kirche" leuchtet dennoch noch immer nicht allen Priestern, Ordensleuten und Laien den Weg nach Hause. Dabei gibt es genug Wegweiser  und immer wieder auch wundervolle Analysen, denen man einfach folgen sollte. Heute unbedingt auf Motu Proprio: Summorum Pontificum den Artikel 'Drei Jahre Summorum Pontificum' lesen.