Dienstag, 31. August 2010

Die Michaelskapelle in Bonn-Bad Godesberg entdecken

Hier kann man heimlich beten. Die regelmäßig auftauchenden Spaziergänger zählen den Beter zum Interieur der Kapelle und stören ihn kaum. Seit drei Jahren wird in der Michaelskapelle unterhalb der  Godesburg in Bonn-Bad Godesberg das Allerheiligste Altarssakrament zur Anbetung regelmäßig ausgesetzt (derzeit Mo, Di, Do und Fr von 10.00 - 12.00 Uhr). Der Herr liebt das Verborgene.

Die Kapelle ist mit ihrer imposanten barocken Innenausstattung das heute im Rheinland einzig verbliebene Bauwerk jener Zeit. Manch einer bleibt überrascht eine Weile an der Tür stehen oder zückt die Kamera, wie die vier jungen Asiaten, die heute in 20 Sekunden alles fotografierten und sang- und klanglos wieder verschwanden. Nicht nur den Zahn der Zeit dürften sie übersehen haben, denn Feuchtigkeitsschäden im unteren Bereich des Mauerwerks und Undichtigkeiten im Dach sind übertüncht. In der vergangenen Woche wurden im hinteren Chorraum endlich dringend notwendige Sanierungen abgeschlossen.

Ein Förderverein wurde im Dezember 2009 gegründet, um die Erhaltung der Kapelle zu sichern.
Kleine und große Spenden werden dringend erbeten. Die Kosten werden mit ca. 500.000 € veranschlagt:

Förderverein Michaelskapelle zu Bonn-Bad Godesberg e.V.
Konto Nr. 192 9476 479
Sparkasse KölnBonn
Bankleitzahl 370 501 98

Es bleibt zu hoffen, dass neben den Bemühungen um denkmalgeschützte Sanierung auch bald wieder die Feier des Heiligen Meßopfers ermöglicht werden wird. Eine weitere Kirche, die für die außerordentliche Form des römischen Ritus gebaut worden ist, wartet auf ihre Bestimmung. Engelsgeduldig.

Mittwoch, 11. August 2010

Image & Likeness: August Tribute Video

Die Armen Klarissen von der Ewigen Anbetung (PCPA) aus dem Kloster Unsere Liebe Frau von den Engeln in Hanceville / Alabama (USA) bloggen wunderschön:    Image & Likeness: August Tribute

Samstag, 7. August 2010

Hilfe und Trost in der Dämonokratie

„Ich selber werde mit einer ganzen Legion heiliger Engel der Kirche zu Hilfe kommen und sie retten."

Das sind Worte der Gottesmutter an Pater Ludwig Eduard CESTAC, Ordensgründer der Dienerinnen Mariens, gestorben 1868 in Anglet in Südfrankreich. Er bezeugte, dass ihm eines Tages die Muttergottes erschienen sei und ihn aufforderte, Sie besonders darum zu bitten, dass Sie die heiligen Engel der Welt zu Hilfe senden möge. Sie unterstrich dies mit den deutlichen Worten:

In der Heilsordnung Gottes ist das Gebet immer eine gottgewollte Bedingung!"

Wir sollen also für unser Heil immer beten, insbesondere um Rettung vor der erschreckenden Herrschaft der Dämonen, die zunehmend sichtbar in Kirche, Staat, Gesellschaft und Familien eingebrochen sind.

Sie diktierte ihm das folgende Gebet, dass der Heilige Papst Pius X. am 8. Juli 1908 mit Ablässen versah:

Hehre Königin des Himmels, höchste Herrin der Engel!

Du hast von Gott die Macht und den Auftrag erhalten, das Haupt Satans zu zertreten. Deshalb bitten wir Dich demütigst, sende uns Deine himmlischen Legionen zu Hilfe, auf dass sie unter Deinem Befehl und durch Deine Macht die höllischen Geister verfolgen, sie überall bekämpfen, ihre vermessenen Angriffe abwehren und sie selber in den Abgrund zurückschleudern.
Wer ist wie Gott? Ihr heiligen Engel und Erzengel verteidigt und beschützet uns!.
O, gute liebe Mutter, Du wirst immer unsere Liebe und unsere Hoffnung bleiben! Mutter Gottes sende uns die heiligen Engel, damit sie uns verteidigen und den bösen Feind weit von uns fernhalten. Amen.

Dienstag, 3. August 2010

Das beste Gebet

Zitat des Hl. Johannes Maria Vianney,
Pfarrer von Ars (Patron der Pfarrer):

„Ein Gott sehr wohlgefälliges Gebet ist, die allerseligste Jungfrau zu bitten, daß sie dem ewigen Vater ihren göttlichen Sohn aufopfert, der sich für die Sünder bis zum letzten Blutstropfen dahingegeben hat.
Das ist das beste Gebete, das man machen kann, denn alle Gebete geschehen im Namen und durch die Verdienste Jesus Christi.
Meine Kinder, hört gut zu: Jedesmal, wenn ich eine Gnade erlangt habe, habe ich sie auf diese Weise erbeten."
[Monnin I 345 - Esprit 127 - Monnin P.O. 2345]

aus: Johannes Maria Vianney 2010, Der Kalender zum Jahr des Priesters 2009/2010, Franziska-Verlag, CH Lauerz, 2009.

Eine Anregung für ein Bittgebet um eine besondere Gnade am Fest des Hl. Pfarrers von Ars (4.8.):

O Mutter Jesu, durch Deine unermesslichen Schmerzen beim Leiden und Sterben Deines göttlichen Sohnes und um der bitteren Tränen willen, die Du vergossen hast, bitte ich Dich, opfere Du den heiligen, mit Wunden und Blut bedeckten Leib unseres göttlichen Erlösers in Vereinigung mit Deinen Schmerzen und Tränen dem himmlischen Vater auf zur Rettung der Seelen und um die Gnade zu erlangen ...

Sonntag, 1. August 2010

Gegenmittel gegen das Gift der Säkularisierung und Verweltlichung

Im Abendmahlssaal spricht Jesus: „Ich weihe mich selbst für sie, damit sie in Wahrheit geweiht sind" (Joh 17,19)...

Das Heilsdefizit, das über der Menschheit lastet, kann ausgeglichen werden durch Gebet, Opfer, Sühne, Weihe der intakten Glieder des Leibes Christi. An diesem Leib ist kein Glied isoliert. Das ist ein großer Gewinn, aber auch eine große Verantwortung. Die ganze Aktualität dieser Tatsache unterstreicht die Gottesmutter von Fatima. Sie verbindet ihre Aufforderung, die Welt ihrem Unbefleckten Herzen zu weihen, ausdrücklich mit den Hinweis: „Es gehen viele verloren, weil niemand für sie betet."

Durch die stellvertretende Marienweihe wird durch die Hände Mariens eine Übereignung an Gott vollzogen mit Einschluss von Gebet und Opfer und Verzicht, um die Gesellschaft von heute für das Göttliche zu öffnen und sie aus ihrer Verdiesseitigung herauszuziehen. Weihe ist das wichtigste Gegenmittel gegen das Gift der Säkularisierung und Verweltlichung des Lebens, besonders des religiösen Lebens."

Geistl. Rat Friedrich Opitz (Verfasser): Vierzig Jahre Marienweihe Deutschlands, Münster, 1994, S. 16-17.