Dienstag, 28. September 2010

Seine Engel hat ja Gott zu deinem Schutz befohlen:

sie sollen wachen über dich auf allen deinen Wegen.
Auf ihren Händen sollen sie dich tragen,
daß niemals deinen Fuß an einen Stein du stoßest.
(Ps. 90,11-12)

Alleluja, alleluja. (Ps. 102,21)
Lobsinget dem Herrn, ihr Seine Heerscharen alle,
ihr Seine Diener, die ihr Seinen Willen vollzieht. Alleluja.

Hier ein aussagestarkes Bild vom Hl. Erzengel Michael , Gedenktag 29. September, des Künstlers Daniel Mitsui, der den Blog THE LION AND THE CARDINAL veröffentlicht. Zu finden über seine Internetseite: http://www.danielmitsui.com/

Sonntag, 19. September 2010

Der Selige John Henry Newman, EWTN und der Papst

Die Seligsprechung des Oratorianers und Kardinals John Henry Newman hat eine fulminante apostolische Reise von Papst Benedikt nach Grossbritannien vom 16. - 19.09.2010 ermöglicht und dem Ewigen Wort Gottes einen Weg in die Herzen der Menschen auf der ganzen Welt geebnet.

Diese Seligsprechung wurde nach einem langen Weg durch ein erforderliches Wunder möglich. Die nicht zu erklärende Heilung ereignete sich im Jahr 2001 bei Jack Sullivan, einem in den USA lebenden ständigen Diakon. Aufgrund einer schweren Erkrankung an einem Rückenmarkleiden mit dem Risiko einer Lähmung musste er sein Theologiestudium in Vorbereitung auf das Diakonat ohne Hoffnung auf Ausübung des angestrebten Amtes abbrechen. Eines Tages schaltete er zur Ablenkung aller Schmerzen und Sorgen EWTN ein, wo gerade eine Sendung über Kardinal Newman lief. Die Dokumentation endete mit der Aufforderung, sich bei einer Gebetserhörung an das Oratorium von Birmingham zu wenden. Jack Sullivan betete ein kurzes Gebet - am nächsten Tag waren seine Schmerzen verschwunden. Nach einem späteren Rückfall mit erneuter Bitte um Fürsprache Kardinal Newmans konnte Papst Benedikt XVI. am 3. Juli 2009 dieses für eine Seligsprechung erforderliche Wunder anerkennen.

Wahrscheinlich hat diese apostolische Reise verbunden mit der Seligsprechung Kardinal Newmans über EWTN mehr Menschen erreicht als alle anderen Reisen und Seligsprechungen bisher. Der Papst als Stellvertreter Christi hat auf der ganzen Welt Herzen berührt und EWTN (frei übersetzt 'Fernsehen des Ewigen Wortes') hatte dabei einen großen Anteil.

Das bekannte Wort des Seligen Kardinal Newman „Leben heißt sich wandeln und vollkommen sein, heißt, sich oft gewandelt haben" passt zu dem Wandel von Krankheit in Gesundheit, von Ängsten vor einer schwierigen Reise in die Freude beim Abschied, passt zu dem kleinen Fernsehsender, der die große Welt wandeln kann. Der Papst mit dem persönlichen Zugang zu dem neuen Seligen, der Selige selber sowie EWTN haben uns - so scheint mir - in den letzten Tagen das wahre christliche Leben am Beispiel eines Heiligen näher gebracht:

„Newman ist in seinem ganzen Leben ein Sich-Bekehrender gewesen, ein Sich-Wandelnder, und so ist er immer er selbst geblieben und immer mehr er selbst geworden...Newman hat in der Idee der Entwicklung die eigene Erfahrung einer nie abgeschlossenen Bekehrung ausgelegt und uns darin nicht nur den Weg der christlichen Doktrin, sondern den des christlichen Lebens interpretiert..."
Zitat aus einer Ansprache von Kardinal Joseph Ratzinger anlässlich des 100. Todestages von Kardinal John Henry Newman, 28.April 1990 aus:
Paul Bernhard Wodrazka (Hrsg.)
John Henry Newman, Oratorianer und Kardinal. Ein großer Lehrer der Kirche.
Mit ausgewählten Quellen oratorianischen Lebens.
Bonn, nova et vetera 2009, 55-58.
http://www.novaetvetera.de/nova/nova_57.html

Samstag, 18. September 2010

„Den gefährlichsten Mann in ganz England"

sahen katholische Kreise in John Henry Newman nach seinem Übertritt von der anglikanischen zu der katholischen Kirche und vereitelten die Verleihung eines Bischofssitzes (s. H.-B. Gerl-Falkovitz: 'Demut mit Konsequenzen', Die Tagespost, 9.9.2010, S.7).

Heute abend, Samstag, d. 18. September 2010 wird Papst Benedikt XVI. im Londoner Hyde Park im Rahmen eines Abendgebets und einer Ansprache die Feierlichkeiten zur Seligsprechung von Kardinal Newman einleiten. Das Abendgebet wird vollständig mit deutschem Kommentar von Radio Vatikan von 19.00 - 21.00 Uhr auf EWTN-TV direkt übertragen und von 1.00 - 3.00 Uhr wiederholt werden.

Am Sonntag, d. 19. September 2010 kann die Seligsprechung von Kardinal John Henry Newman in Birmingham durch Papst Benedikt XVI. von 10.30 - 13.30 Uhr z.B. auf EWTN-TV mit deutschem Kommentar von Radio Vatikan (Wiederholungen von 20.30 - 23.30 Uhr, am Dienstag, 21.09.10, von 3.00 – 6.00 Uhr und am Mittwoch, 22.09.10, von 19.00 – 22.00 Uhr) und auf vielen weiteren Seiten im Internet und über Fernsehen und Radio mitverfolgt werden.

Links zu weiteren zahlreichen Übertragungswegen, um Papst Benedikt XVI. auf seiner apostolischen Reise nach Großbritannien  zu begleiten

Samstag, 11. September 2010

Was der Hl. Vater wissen sollte, bevor St. Augustinus zu Bonn Bad Godesberg niedergerissen werden sollte

Im ‎'Das Trauerspiel von Bonn' spielt auch die Kirche St. Augustinus in Bonn Bad Godesberg eine Rolle, in welcher der junge Professor Joseph Ratzinger, heutiger Papst Benedikt XVI., von 1959 bis 1963 täglich die Hl. Messe in der überlieferten Form feiern durfte.

Der Erfahrungsbericht Nr. 7 ist am 10.09.2010 unter dem Titel 'Die Blockademauer von Bonn' bei http://www.summorum-pontificum.de/ erschienen. Die Lektüre sei den Verantwortlichen in Köln, Bonn und Rom und allen, die die Reformen des Heiligen Vaters unterstützen möchten, empfohlen.

Vor wenigen Jahren noch mit einer relativ gut besuchten Sonntagsmesse eine familiäre Gemeinde im Süden Bad Godesbergs, ist die Pfarei mittlerweile konturenlos in einem Pfarrverband aufgegangen, das Pfarrhaus an bedürftige Ausländer vermietet, die Sonntagsmesse abgeschafft und die Werktagsgottesdienstbesucher auf eine römische Gruppe von mehr als zwei geschrumpft. Manche hören beim Anblick dieser deutschen Kirche aus dem Jahr 1951 in beliebter Wohnlage schon die Abrissbirne und sehen auf dem Grundstück postmodernen Wohnraum. Viele Familien, die hier wegen zahlreicher Moscheen und islamischer Geschäfte gerne hinziehen, werden das schöne Glockengeläut sicher nicht vermissen.

Ganz sicher aber wird die 'Russisch Orthodoxe Gemeinde und Kirche zu Mariae Schutz', die in der Krypta Bleibe gefunden hat, diese Heimat vermissen. Und diejenigen, die hier fröhlich ihre Karnevalsmessen gefeiert und indischen Tempeltanz besucht haben. Und diejenigen, die Weihnachtslieder schon im Advent sangen und Erntedank mit Gebeten an „Mutter Gott" verbanden. Und die treuen Kirchgänger, die sich weiterhin mehrmals wöchentlich in kleiner Runde vor dem Hauptalter zur Feier der Heiligen Messe einfinden, neuerdings mit Unterstützung durch einen ehrenamtlichen jungen Organisten. Jahrelang wurde nur an einem provisorischen Volksaltar im Seitenschiff die Werktagsmesse mit den wenigen, aber treuen und relativ jungen Gläubigen gefeiert. Dabei ist die Kirche, an der seit dem Einweihungsjahr wenig verändert wurde, für die überlieferte römische Liturgie gebaut. Ausstattung und Paramente dürften im Originalzustand sein, bis auf den versetzten Tabernakel. Die liebevolle Hand der Küsterin bewahrt das Sakrale. Auch die Spitzendecke auf einer geächteten langen Kommunionbank.

Dank an http://www.summorum-pontificum.de/ für die lesenswerte Reihe über die andauernde Blockade einer Gesetzesverkündigung des deutschen Papstes zur Rückbindung an die Tradition mittels der traditionellen lateinische Liturgie (s. Motu proprio SUMMORUM PONTIFICUM von Papst Benedikt XVI, 2007).

Wer die Hl. Messe in der „außerordentlichen Form" des römischen Ritus in Bonn besuchen möchte, kann dies derzeit nur an jedem zweiten und vierten Sonntag um 17 Uhr in in Bonn-Kessenich in der Kirche Alt-Sankt-Nikolaus. Dort organisiert eine Gruppe engagierter Ehrenamtlicher mit freundlicher Unterstützung der Gemeinde St. Nikolaus  die Hl. Messe in der  „forma extraordinaria", der „außerordentlichen Form".

Die Unkosten für Kirchenmusik, Fahrtkosten, Kerzen u.a. für jede sonntägliche Messfeier belaufen sich auf bis zu 100 €, die der gemeinnützig anerkannte Förderverein SUMMORUM PONTIFICUM BONN e.V. aufbringen muss. Spenden, auch gegen Zuwendungsbestätigung, werden dankbar entgegengenommen:

Förderverein Summorum Pontificum Bonn e.V.
c/o Ralph Kemp, Am Burggraben 36, 53121 Bonn

Kontoverbindung:
Förderverein Summorum Pontificum Bonn e.V.
Konto: 1929454104
BLZ: 370 501 98 Sparkasse Köln-Bonn

Alt-Sankt-Nikolaus befindet sich hinter der neuen neogotischen Pfarrkirche St. Nikolaus in Bonn Kessenich. Mit der Straßenbahn (Linie 61 und 62) ab Hauptbahnhof in Richtung Kessenich. Haltestelle "Pützstraße". Hinter der Kirche rechts führt ein Pfad links hoch zur alten Kapelle. Der Zugang erfolgt über den Friedhof.

Mittwoch, 8. September 2010

Hl. Hildegard von Bingen - die vollständige Ansprache von Papst Benedikt XVI.

ZG10090812 - 08.09.2010

http://www.zenit.org/article-21295?l=german

Hildegard von Bingen: Eine weise und mutige Frau
Prophetin und Gesandte Gottes

Video: Papst Benedikt XVI. würdigt die Heilige Hildegard erneut in Generalaudienz

Pope dedicates the General Audience to Saint Hildegard of Bingen
September 8, 2010. Dear Brothers and Sisters,


In our catechesis on medieval Christian culture, we turn again to Saint Hildegard of Bingen, the great nun and mystic of the twelfth century. Hildegard’s celebrated visions vividly interpreted the word of God for her contemporaries, calling them to a committed Christian life.

She brought a woman’s insight to the mysteries of the faith. In her many works she contemplated the mystic marriage between God and humanity accomplished in the Incarnation, as well as the spousal union of Christ and the Church. She also explored the vital relationship between God and creation, and our human calling to give glory to God by a life of holiness and virtue. Hildegard’s musical compositions reflect her conviction that all creation is a symphony of the Holy Spirit, who is himself joy and jubilation. Her vast learning and spiritual authority also led her to work for the renewal of the Church in her day.

Through Saint Hildegard’s intercession, let us ask the Spirit to raise up wise, holy and courageous women whose God-given gifts will enrich the life of the Church in our own time!
...
Quelle: ROME REPORTS® TV News Agency -Via della Conciliazione 44 - 00193 ROMA (Italy)

Hl. Hildegard von Bingen - 2. Katechese von Papst Benedikt XVI.

BENEDIKT XVI.

GENERALAUDIENZ Mittwoch, 8. September 2010
Hl. Hildegard von Bingen (2)

Liebe Brüder und Schwestern!

Vorige Woche habe ich über das Leben der heiligen Hildegard von Bingen gesprochen. Heute möchte ich die Katechese über diese bedeutende Frauengestalt des Mittelalters fortsetzen. Hildegard, die 1098 vermutlich in Bermersheim in der Pfalz geboren wurde, war schon als achtjähriges Mädchen dem klösterlichen Leben übereignet worden. Sie wurde die Vorsteherin ihrer Klostergemeinschaft, wirkte darüber hinaus aber auch als Bußpredigerin und als Beraterin von geistlichen und weltlichen Größen. Aus der Fähigkeit zur mystischen Schau heraus hat Hildegard zahlreiche Schriften verfaßt. Ihr bekanntestes Werk Scivias – das heißt: „Wisse die Wege“ – stellt in einer Reihe von Visionen die gesamte Heilsgeschichte von der Schöpfung bis zum Jüngsten Gericht dar. Alles Irdische ist Zeichen für eine übernatürliche Wirklichkeit. Die ganze Schöpfung weist auf den dreifaltigen Gott hin. Mitte der Erlösung ist eine mystische Vermählung Christi mit der Kirche am Baum des Kreuzes. Die Kirche erhält als Brautgabe den Leib und das Blut Christi, die sie in jeder heiligen Messe Gott zum Dank darbringt und damit den Ehebund erneuert. Die Gläubigen sind dabei nicht nur passive Zuschauer, sondern sie sind eingeladen, sich zu öffnen und bereit zu sein, um diesen Bund wirklich lebendig werden zu lassen und Kinder Gottes in der Liebe des Heiligen Geistes zu sein...

Quelle mit Video:
http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/audiences/2010/documents/hf_ben-xvi_aud_20100908_ge.html

Der englische Text der Ansprache weist einige erhellende Abweichungen auf:

Saint Hildegard of Bingen (2)


Dear Brothers and Sisters,

In our catechesis on medieval Christian culture, we turn again to Saint Hildegard of Bingen, the great nun and mystic of the twelfth century. Hildegard’s celebrated visions vividly interpreted the word of God for her contemporaries, calling them to a committed Christian life. She brought a woman’s insight to the mysteries of the faith. In her many works she contemplated the mystic marriage between God and humanity accomplished in the Incarnation, as well as the spousal union of Christ and the Church. She also explored the vital relationship between God and creation, and our human calling to give glory to God by a life of holiness and virtue. Hildegard’s musical compositions reflect her conviction that all creation is a symphony of the Holy Spirit, who is himself joy and jubilation. Her vast learning and spiritual authority also led her to work for the renewal of the Church in her day. Through Saint Hildegard’s intercession, let us ask the Spirit to raise up wise, holy and courageous women whose God-given gifts will enrich the life of the Church in our own time!
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Donnerstag, 2. September 2010

„cor ad cor loquitur – das Herz spricht zum Herzen“

„Der Besuch von Papst Benedikt XVI. im Vereinigten Königreich steht unter dem Leitwort „cor ad cor loquitur – das Herz spricht zum Herzen“. Dies ist ein passendes Motto für den Papstbesuch, denn am letzten Tag der Reise wird der Papst Kardinal John Henry Newman seligsprechen. Und er, Newman, wählte diesen Satz als Motto für sein Wappen, als er 1879 zum Kardinal ernannt wurde. Newman dachte, das Zitat stamme aus der „Imitatio Christi“ (um 1400). Doch tatsächlich handelt es sich um einen Ausspruch des hl. Franz von Sales (1567 – 1622), eines französischen Bischofs und geistlichen Autors...

...Im Zeitalter des Internet erinnert uns Newman daran, dass alles, was immer und wie immer wir kommunizieren, von Herzen kommen sollte, als Frucht eines Lebens in Gemeinschaft mit Christus. So spricht ja auch Christus aus seinem Herzen zu uns. „Du bist die lebendige Flamme, und immer brennst du aus der Liebe von Menschen“ – er ist „das Wort, das Licht, das Leben, die Wahrheit, die Weisheit, der Göttliche Glanz“. So ist es letztlich Gottes Herz selbst, das zu uns spricht, im Gebet, in der Messe, durch die Schriften. Aber eben auch durch andere gläubige Christen und in der Lehre der Kirche. So sagt Newman: „Wenn die Kirche spricht, dann sprichst Du“, denn die Kirche hat kein anderes Herz als das von Jesus.“

Quelle: http://www.oratorium.org/newman/